Zum Inhalt springen

Warmwasserbereiter richtig einstellen: Stromverbrauch im Winter ohne Komfortverlust senken

Mann stellt Thermostat an Heißwasserboiler ein und hält Bedienungsanleitung in einem hellen Raum.

Während in Deutschland der Winter näher rückt, kann eine einfache Einstellung am Warmwasserbereiter den Stromverbrauch senken, ohne den Komfort einzuschränken.

Mit den ersten kühlen Morgenstunden beschäftigt viele Haushalte wieder die Warmwasserbereitung. Elektrische Warmwasserspeicher gehören zu den energieintensivsten Geräten im Haushalt. Eine häufig übersehene Einstellung kann jedoch helfen, die Stromkosten zu begrenzen. Laut einem Bericht eines auf Energieverbrauch spezialisierten Online-Mediums befindet sich dieser Hebel direkt am Gerät – lange bevor es darum geht, kürzer zu duschen.

Warum der Warmwasserbereiter die Stromrechnung so stark beeinflusst

In Wohnungen oder Häusern mit elektrischem Warmwasserspeicher macht der Warmwasserbereiter einen erheblichen Anteil des jährlichen Energieverbrauchs aus. Er erwärmt mehrere Dutzend, mitunter sogar mehrere Hundert Liter Wasser auf eine hohe Temperatur und hält diese dauerhaft.

Jedes unnötig zusätzliche Grad verursacht Kosten. Das Gerät gleicht Wärmeverluste tagsüber und nachts aus. Dadurch läuft der Stromzähler weiter, selbst wenn niemand einen Wasserhahn öffnet.

Die von dem Nachrichtenportal angeführten Fachleute weisen darauf hin, dass die Warmwasserbereitung neben der Raumheizung zu den zwei größten Energieposten eines Haushalts zählt. Eine Anpassung der Speichertemperatur kann sich daher sichtbar auf die Rechnung auswirken, ohne grundlegende Gewohnheiten wie die Häufigkeit des Duschens zu verändern.

„Die wirksamste Einstellung besteht darin, die Temperatur des Warmwasserspeichers anzupassen: hoch genug für die hygienische Sicherheit, aber nicht höher als nötig, um Verschwendung zu vermeiden.“

Die entscheidende Einstellung: Temperatur des Warmwasserspeichers anpassen

Die meisten elektrischen Warmwasserbereiter sind mit einem Thermostat ausgestattet, das häufig hinter einer Abdeckung oder Klappe sitzt. Bei vielen Geräten ist es werkseitig auf eine sehr hohe Temperatur eingestellt, teilweise auf rund 70 °C – und damit deutlich über dem tatsächlichen Bedarf eines Haushalts.

Der im Artikel beschriebene Grundsatz ist einfach: Wird dieser Wert auf ein sinnvolleres Niveau reduziert, benötigt das Gerät weniger Energie zum Erwärmen des Wassers, während der Duschkomfort unverändert bleibt. In der Praxis merken Nutzer kaum einen Unterschied, da sie das heiße Wasser aus dem Speicher am Mischer ohnehin mit kaltem Wasser vermengen.

Die gesundheitliche Untergrenze darf nicht unterschritten werden

Diese Einstellung sollte allerdings nicht willkürlich vorgenommen werden. Deutsche Gesundheits- und Fachhinweise betonen, dass die Temperatur zum Schutz vor Legionellen, den Bakterien hinter der Legionärskrankheit, ausreichend hoch bleiben muss. Fachleute empfehlen in der Regel eine Einstellung von etwa 55 bis 60 °C am Warmwasserspeicher, damit ein Sicherheitsabstand erhalten bleibt.

Der Artikel stellt heraus, dass dieser Hinweis auf den Empfehlungen beruht und keinesfalls als Aufforderung verstanden werden darf, unter hygienisch erforderliche Grenzwerte zu gehen. Eine Einstellung von etwa 55–60 °C senkt den Verbrauch gegenüber einem auf 65 oder 70 °C eingestellten Speicher und erhält zugleich die Sicherheit.

„Die Solltemperatur um einige Grad zu senken, ohne die empfohlenen Grenzwerte zu unterschreiten, reicht bereits aus, um die Stromkosten des Warmwasserbereiters zu verringern.“

Direkte Wirkung auf den Stromverbrauch

Der Energiebedarf eines Warmwasserbereiters hängt vor allem von drei Faktoren ab: Speichervolumen, Solltemperatur und Wärmeverlusten. Sinkt die Solltemperatur, muss das Gerät weniger häufig nachheizen, um diese Verluste auszugleichen.

Zahlreiche Energieexperten erklären, dass eine moderate Temperatursenkung über das Jahr hinweg zu nennenswerten Einsparungen führen kann. Das Medium erinnert daran, dass die Energiemenge, die zum Erreichen der gewünschten Wassertemperatur erforderlich ist, automatisch sinkt – ohne die Duschdauer oder die Zahl der Bäder zu ändern.

Ein weiterer Vorteil: Ein weniger heißer Speicher kann auch den Verschleiß bestimmter Bauteile wie des Heizelements verringern. Dieses ist bei sehr heißem und kalkhaltigem Wasser häufig starker Verkalkung ausgesetzt.

So prüfen und ändern Sie die Einstellung Ihres Warmwasserbereiters

Um dieses Einsparpotenzial zu nutzen, muss zunächst das Thermostat zugänglich sein. Bei neueren Geräten lässt sich die Temperatur oft über einen Skalenregler oder sogar ein Digitaldisplay ablesen. Andere Modelle besitzen lediglich „+“- und „−“-Markierungen ohne genaue Gradangabe. In diesem Fall kann eine Messung am Wasserhahn mit einem Küchen- oder Heimwerkerthermometer dabei helfen, die neue Solltemperatur einzuschätzen.

  • Vor jedem Eingriff am Gerät die Stromversorgung abschalten.
  • Die untere oder seitliche Abdeckung öffnen, um das Thermostat zu erreichen.
  • Den aktuellen Wert feststellen und ihn leicht reduzieren, ohne den empfohlenen Bereich zu unterschreiten.
  • Die Abdeckung wieder schließen, den Strom einschalten und einen vollständigen Aufheizzyklus abwarten.
  • Die Temperatur des warmen Wassers am Hahn mit einem Thermometer kontrollieren.

Das Portal weist darauf hin, dass bei Unsicherheit oder bei einem älteren Gerät ein Elektriker oder Sanitär- und Heizungsfachbetrieb die sicherste Wahl ist. Fachleute können außerdem den allgemeinen Zustand des Speichers und mögliche Kalkablagerungen überprüfen.

Niedertarifzeiten und Wartung: weitere sinnvolle Maßnahmen

Der Artikel betont, dass diese Einstellung Teil mehrerer bewährter Maßnahmen ist. Wenn der Stromtarif dies zulässt, sollte der Warmwasserbereiter idealerweise in Niedertarifzeiten betrieben werden. Ein einfacher Tag-Nacht-Schalter kann die Aufheizung auf die günstigsten Tarifzeiten begrenzen.

Auch regelmäßige Wartung mit periodischer Entkalkung verbessert die Effizienz des Speichers. Ein mit Kalk bedecktes Heizelement benötigt mehr Energie, um das Wasser zu erwärmen. Zudem verhindert ein passend zur Zahl der Haushaltsmitglieder dimensionierter Speicher, dass Hunderte nicht genutzte Liter unnötig aufgeheizt werden.

„Die richtige Temperatureinstellung lohnt sich besonders, wenn sie mit dem Betrieb in Niedertarifzeiten und einer ordnungsgemäßen Wartung des Speichers kombiniert wird.“

Was sich dadurch konkret für einen Haushalt in Deutschland ändert

In Deutschland stimmen die Empfehlungen von Gesundheitsstellen und Sanitärfachleuten überein: Am Warmwasserspeicher sollte die Temperatur nicht unter ungefähr 55–60 °C liegen. Die vom Fachmedium vorgeschlagene Anpassung richtet sich daher vor allem an Haushalte, deren Warmwasserbereiter deutlich über diesem Bereich eingestellt ist – manchmal seit der Installation aufgrund der Werkseinstellung.

Für Haushalte, die aus Gewohnheit oder aus Sorge vor zu wenig Warmwasser eine sehr hohe Temperatur beibehalten haben, begrenzt die Rückkehr in den empfohlenen Bereich Verbrauch und Wärmeverluste, ohne den gewohnten Duschkomfort zu beeinträchtigen. Am Mischer wird weiterhin wie gewohnt eingestellt, da das Wasser dort nach wie vor mit kaltem Wasser gemischt wird.

Energieversorger und die Deutsche Energie-Agentur weisen seit Jahren darauf hin, dass die Warmwasserbereitung ein ohne große Investitionen erschließbares Einsparpotenzial bietet. Die Anpassung der Speichertemperatur zählt zu den ersten empfohlenen Schritten, noch vor dem Austausch von Geräten.

Einstellung des Speichers Auswirkung auf den Komfort Auswirkung auf den Verbrauch
Sehr hoch (rund 70 °C) Sehr heißes Wasser, das stark mit kaltem Wasser gemischt werden muss Hoher Stromverbrauch, größere Wärmeverluste, schnelle Verkalkung
Mittel (etwa 60 °C) Gewohnter Duschkomfort, Temperatur am Mischer einfach regelbar Geringerer Verbrauch, hygienische Sicherheit gewährleistet
Zu niedrig (unter 50 °C) Lauwarmes Wasser bei Verbrauchsspitzen Gefahr von Bakterienvermehrung, nicht empfehlenswert

Eine einfache Einstellung, die umsichtig vorgenommen werden muss

Das Medium erinnert abschließend daran, dass jeder Haushalt eigene Besonderheiten aufweist: Alter des Speichers, Wasserqualität, Dämmung des Behälters sowie das Vorhandensein eines Thermostatmischers. Die Anpassung sollte deshalb schrittweise erfolgen und durch Kontrollen begleitet werden.

Für Leser in Deutschland bietet dieser Rat einen unmittelbaren Vorteil: Weder Bauarbeiten noch der Kauf zusätzlicher Geräte sind erforderlich, sondern lediglich einige Minuten, um den Warmwasserbereiter zu überprüfen. Bei hohen Strompreisen kann diese Anpassung zusammen mit weiteren Maßnahmen dazu beitragen, die Rechnung zu begrenzen, ohne auf den gewünschten Duschkomfort verzichten zu müssen.

Diese Einstellung lässt sich außerdem mit einfachen Alltagsgewohnheiten verbinden: Wasser nicht unnötig laufen lassen, wenn möglich lieber duschen als baden oder die Warmwasserleitungen auf den ersten Metern ab dem Speicher dämmen, damit zwischen Behälter und Badezimmer weniger Wärme verloren geht.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen