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Waschmaschine riecht nach Kanalisation: Dieses versteckte Detail verändert alles

Frau reinigt das Flusensieb der Waschmaschine in einem Waschraum mit Handschuhen und Reinigungsutensilien.

Kanalgeruch, Wäsche mit fragwürdigem Geruch selbst nach mehreren Waschgängen: Ein verborgenes und oft übersehenes Detail Ihrer Waschmaschine kann den entscheidenden Unterschied machen.

Viele Haushalte in Deutschland und anderen europäischen Ländern beklagen eine unangenehm riechende Waschmaschine – trotz häufiger Waschgänge und Markenwaschmitteln. Ein Beitrag einer spanischen Ratgeberseite für den Haushalt, über den Online-Medien berichteten, verweist auf einen bestimmten, nur selten gereinigten Bereich des Geräts, in dem ein grosser Teil des Problems entsteht. Gemeint sind weder die Trommel noch die Waschmittelschublade.

Warum Ihre Waschmaschine unangenehm riecht, obwohl sie ständig „wäscht“

Eine Waschmaschine arbeitet mit Wasser, Wärme, Waschmitteln und Textilfasern. Zusammen mit verbleibender Feuchtigkeit entsteht daraus ein ideales Umfeld für Bakterien und Schimmelpilze. Durch häufige Kurzprogramme und Waschgänge bei niedrigen Temperaturen werden diese Mikroorganismen nie vollständig beseitigt.

Die von dem spanischen Medium befragten Fachleute für Gerätepflege erklären, dass schlechte Gerüche nur selten aus einer einzigen Stelle stammen. Eine verschmutzte Waschmittelschublade, eine dunkel verfärbte Türdichtung oder ein vernachlässigter Filter können jeweils dazu beitragen. Ein bestimmter Bereich sammelt jedoch häufig den grössten Teil der Rückstände.

Das Ablauffach, insbesondere der Ablaufschlauch und der Ablauffilter, gehört zu den am stärksten vernachlässigten Teilen, obwohl sich dort Schmutz, Flusen und stehendes Wasser ansammeln.

In diesem kaum sichtbaren Bereich landet alles, was das Gerät abtransportieren will: ungelöste Waschmittelreste, Mikrofasern, Haare sowie kleine Metall- oder Kunststoffteile. Mit der Zeit beginnen diese Ablagerungen zu gären. Der dabei entstehende Geruch gelangt über die Trommel zurück und setzt sich in der Wäsche fest.

Der Bereich, den fast niemand reinigt: das Ablaufsystem der Waschmaschine

Bei den meisten Geräten befindet sich dieses Bauteil hinter einer kleinen Klappe im unteren Bereich der Vorderseite, oft rechts. Geöffnet wird sie meist nur bei einer Störung oder wenn eine Fehlermeldung erscheint. Nach Angaben der vom spanischen Medium zitierten Techniker kann eine regelmässige Pflege dieses Fachs unangenehme Gerüche jedoch deutlich eindämmen.

Der Ablauffilter als regelrechte Geruchsfalle

Der Ablauffilter hält alles zurück, was nicht in die Kanalisation gelangen soll. Allmählich setzt er sich zu und enthält mitunter dauerhaft eine kleine Menge stehendes Wasser. Gerade dieses Wasser, das mit organischen Rückständen und Waschmittel belastet ist, entwickelt einen intensiven Geruch, der an einen verschmutzten Siphon am Spülbecken erinnert.

  • Textilreste: Flusen, Fasern und Staub von Kleidungsstücken.
  • Vergessene Gegenstände: Münzen, Schrauben, Knöpfe und Haarklammern.
  • Nicht richtig gelöste Waschmittel- und Weichspülerrückstände.
  • Fettige Ablagerungen von bestimmten Funktionsstoffen oder stark verschmutzten Textilien.

Die Fachleute für Gerätepflege empfehlen im Ausgangsartikel, dieses Fach mindestens einige Male im Jahr zu öffnen – selbst dann, wenn die Waschmaschine scheinbar einwandfrei funktioniert. Sie weisen darauf hin, dass dieser Arbeitsschritt in der Bedienungsanleitung des Herstellers vorgesehen ist, sich jedoch nur wenige Nutzerinnen und Nutzer die Zeit nehmen, diese zu lesen oder die Hinweise umzusetzen.

So läuft die Reinigung laut Fachleuten praktisch ab

Die befragten Techniker beschreiben eine einfache Vorgehensweise, für die kaum Material benötigt wird:

  1. Die Waschmaschine vom Stromnetz trennen.
  2. Eine flache Schüssel oder Handtücher bereitlegen, da Wasser austritt.
  3. Die Klappe an der Vorderseite öffnen, die sich üblicherweise unten am Gerät befindet.
  4. Den Verschluss des Filters langsam aufdrehen und das Wasser ablaufen lassen.
  5. Den Filter herausnehmen und sichtbare Rückstände von Hand oder mit Handschuhen entfernen.
  6. Den Filter unter warmem Wasser abspülen und bei Bedarf abbürsten.
  7. Den Innenraum des Filterfachs mit einem feuchten Schwamm oder Tuch reinigen.
  8. Den Filter wieder einsetzen, sorgfältig festdrehen und die Klappe schliessen.

Ein verschmutzter Ablauffilter wirkt im Inneren der Waschmaschine wie eine „kleine Sickergrube“: Solange er schmutzig bleibt, kehrt der Geruch zurück – unabhängig davon, welches Mittel verwendet wird.

Das spanische Medium betont, dass diese Arbeit vorsichtig und unter Beachtung der Herstellerangaben erfolgen muss. Einige Modelle besitzen neben dem Filter zudem einen kleinen Schlauch für die manuelle Entleerung. Dieser sollte geleert werden, bevor das Bauteil ausgebaut wird.

Weitere Problemzonen, die nicht vernachlässigt werden sollten

Auch wenn der Ablauffilter besonders oft vergessen wird, tragen weitere Bereiche des Geräts erheblich zu unangenehmen Gerüchen bei. Die befragten Fachleute betonen, dass sich die Wirkung dieser verschiedenen Problemstellen summiert.

Türdichtung, Waschmittelschublade und Trommel: drei Bereiche im Blick behalten

In der Gummidichtung der Gerätetür sammeln sich Wasser und Schmutz. Die Falten des Gummis füllen sich rasch mit schwarzen, schmierig wirkenden Rückständen – einer Mischung aus Schimmel und Waschmittel. Mit einem feuchten Tuch und etwas Haushaltsreiniger lässt sich diese fettige Schicht entfernen.

In der Waschmittelschublade lagern sich dagegen trockene und klebrige Rückstände ab. Die Techniker empfehlen:

  • die Schublade vollständig herauszunehmen,
  • sie unter warmem Wasser abzuspülen,
  • Ecken und Zwischenräume auszubürsten, in denen sich Waschmittelklumpen bilden,
  • das Fach der Waschmittelschublade im Gerät auszuwischen.

Die Trommel kann entkalkt und desinfiziert werden, indem ein leerer Waschgang bei hoher Temperatur gestartet wird. Dafür eignet sich ein speziell für Waschmaschinen vorgesehener Reiniger oder einfache Lösungen, die Fachleute aus der Branche nennen, etwa Haushaltsessig und Natron – vorausgesetzt, die Herstellerhinweise werden beachtet.

So verhindern Sie, dass unangenehme Gerüche zurückkehren

Die in der spanischen Fachpresse zitierten Fachleute verweisen auf einige konkrete Gewohnheiten. Sie gelten auch für Haushalte in Deutschland, selbst wenn sich Marken und Gerätemodelle unterscheiden.

Massnahme Empfohlene Häufigkeit Wichtigster Effekt
Reinigung des Ablauffilters Alle 3 bis 6 Monate Verringert stehendes Wasser und starke Gerüche
Abwischen der Türdichtung Mindestens 1-mal pro Monat Reduziert Schimmel und schwarze Spuren
Ausspülen der Waschmittelschublade 1-mal pro Monat Verhindert Waschmittelkrusten und Verstopfungen
Leerer Waschgang bei hoher Temperatur 1-mal alle 1 bis 2 Monate Reinigt Trommel und interne Leitungen
Öffnen der Tür nach dem Waschen Nach jedem Waschgang Lässt die Trommel trocknen und begrenzt Feuchtigkeit

Die Expertinnen und Experten erinnern ausserdem daran, dass die ausschliessliche Nutzung kurzer Programme bei niedrigen Temperaturen Ablagerungen begünstigt. Ein gelegentlicher Waschgang bei 60 °C oder 90 °C, der zur jeweiligen Wäsche passt, trägt dazu bei, das Geräteinnere hygienischer zu halten.

Was in Deutschland zur Pflege einer Waschmaschine empfohlen wird

In Deutschland stimmen die Empfehlungen von Haushaltsgeräteherstellern und Verbraucherorganisationen weitgehend mit den Hinweisen überein, die die spanische Presse aufführt. Auch die Anleitungen der auf dem deutschen Markt vertretenen Marken betonen:

  • die regelmässige Reinigung des Ablauffilters,
  • das wiederkehrende Entkalken der Waschmaschine,
  • die Kontrolle des Ablaufschlauchs,
  • die Notwendigkeit, die Tür nach dem Waschgang einen Spalt offen zu lassen.

Deutsche Verbraucherorganisationen weisen darauf hin, dass anhaltende Gerüche auch auf ein Problem beim Anschluss an den Abfluss hindeuten können, etwa auf einen fehlenden oder defekten Siphon. In diesem Fall kann ein Sanitärfachbetrieb oder ein Kundendiensttechniker die Installation prüfen, damit keine Kanalgerüche über den Ablaufschlauch aufsteigen.

Elektrofachmärkte und Supermärkte in Deutschland führen verschiedene Spezialprodukte, darunter Waschmaschinenreiniger, Entkalkungstabletten und geruchshemmende Flüssigkeiten. Die Hersteller raten dazu, die auf der Verpackung genannten Anwendungsintervalle einzuhalten und die Dosierung nicht zu erhöhen, damit Dichtungen und innere Bauteile nicht beschädigt werden.

Warum gute Pflege auch die Lebensdauer der Waschmaschine verlängert

Neben Gerüchen kann ein verstopfter Ablauffilter auch Störungen verursachen: Die Maschine schleudert nicht mehr, zeigt am Ende des Programms einen Fehlercode an oder stoppt während des Waschens. Regelmässige Wartung senkt diese Risiken und kann kostspielige Reparaturen hinauszögern.

Ein sauberer Filter, eine entkalkte Trommel und ein freier Ablaufschlauch verringern die Belastung für Motor und Pumpe, was die Lebensdauer der Waschmaschine verlängern kann.

Für einen Haushalt in Deutschland sind diese Pflegemassnahmen mit geringen Kosten verbunden: etwas Zeit und einige einfache Mittel, die teilweise bereits in der Küche vorhanden sind, etwa Haushaltsessig oder Natron, sofern deren Einsatz laut Bedienungsanleitung der Waschmaschine zulässig ist. Fehlende Pflege kann dagegen zu einem höheren Energie- und Wasserverbrauch führen, zu wiederholten Waschgängen gegen Gerüche oder Flecken und letztlich zu einem früheren Austausch des Geräts.

Fachleute für Haushaltsgeräte erinnern abschliessend daran, dass eine Waschmaschine kein „selbstreinigendes“ Gerät ist. Sie reinigt zwar Kleidung, befreit sich aber nicht vollständig selbst von Ablagerungen. Das Ablaufsystem mit seinem Filter und gegebenenfalls dem kleinen Entleerungsschlauch bleibt das entscheidende, häufig übersehene Glied. Eine Kontrolle einige Male pro Jahr reicht oft aus, um einen grossen Teil der unangenehmen Gerüche im Alltag zu erklären – und zu beseitigen.

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