Zum Inhalt springen

ALMG diskutiert Matec Engenharia und Aena Brasil am Flughafen Uberlândia

Mann präsentiert Flughafenmodell und Pläne vor einem Sitzungstisch mit mehreren Zuhörern und Bildschirmen.

Öffentliche Anhörung der ALMG zum Flughafen Uberlândia

Der Ausschuss für öffentliche Sicherheit der Legislativversammlung von Minas Gerais (ALMG) veranstaltet am kommenden Dienstag (11.) eine öffentliche Anhörung. Thema sind die Folgen der mutmaßlichen Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen durch Matec Engenharia gegenüber Lieferanten und Dienstleistern, die an den Ausbauarbeiten am Flughafen Uberlândia im Triângulo Mineiro beteiligt sind.

Die Sitzung beginnt um 9:30 Uhr im Plenarinho I der ALMG. Sie wurde auf Antrag des Abgeordneten Caporezzo sowie des Ausschussvorsitzenden, des Abgeordneten Sargento Rodrigues, beide von der PL, einberufen. Um die Sitzung zu verfolgen, klicken Sie hier.

Nach Angaben aus dem Büro von Caporezzo beauftragte Aena Brasil, die für Verwaltung und Ausbau des Flughafens Uberlândia zuständige Konzessionärin, Matec Engenharia mit der Durchführung der Arbeiten. Das Unternehmen soll wiederum regionale Lieferanten und Dienstleister verpflichtet haben, darunter Trust Construtora, MAtrh Engenharia e Construção und IPR Sondagens e Perfuração, die vereinbarten Zahlungen jedoch nicht geleistet haben.

Zahlungsrückstände bei den Ausbauarbeiten am Flughafen Uberlândia

Laut dem Abgeordneten haben die verspäteten Zahlungen die Liquidität der örtlichen Unternehmen beeinträchtigt. Dadurch bestehe die Gefahr von Entlassungen, einer Kette von Zahlungsausfällen und einem Vertrauensverlust im regionalen produktiven Sektor.

Caporezzo erklärt, er habe sich im April mit einem Vertreter von Aena getroffen. Dabei habe die Konzessionärin zugesagt, die offenen Beträge bis zum 15. desselben Monats zu begleichen. Nach Darstellung des Abgeordneten wurde diese Frist jedoch nicht eingehalten, und die beteiligten Unternehmen hätten keine Lösung vorgelegt.

Das Büro des Abgeordneten berichtet zudem, Matec habe die Justiz angerufen, um öffentliche Äußerungen geschädigter Unternehmer zu unterbinden. Caporezzo bezeichnete dies als Versuch, die Meinungsfreiheit und die Debatte über ein öffentliches Anliegen einzuschränken.

„Diese öffentliche Anhörung ist ein Akt der Gerechtigkeit gegenüber den Unternehmern und Arbeitnehmern des Triângulo Mineiro. Matec Engenharia nutzte die Mittel, Arbeitskräfte und den guten Glauben der Lieferanten, um ein mit Geldern der BNDES finanziertes öffentliches Bauvorhaben auszuführen, und bezahlte schlichtweg nicht, was geschuldet war. Das ist nicht nur ein privates Vertragsproblem. Es geht um öffentliche Sicherheit, wirtschaftliche Ordnung und Respekt gegenüber unserer Gemeinschaft“, erklärte Caporezzo.

Nach Einschätzung des Abgeordneten trägt Aena Brasil als bundesweite Konzessionärin Verantwortung für die Auswirkungen auf Dritte, die mit der Umsetzung des Konzessionsvertrags verbunden sind. Das Unternehmen könne sich nicht den Verpflichtungen entziehen, die sich aus den nationalen Rechtsvorschriften für öffentliche Konzessionen ergeben.

„Wir werden die Betroffenen anhören, Antworten von den verantwortlichen Unternehmen einfordern und konkrete Maßnahmen auf den Weg bringen, auch gemeinsam mit dem TCU, der ANAC und der Staatsanwaltschaft. Der Triângulo Mineiro verdient Respekt: Erbrachte Arbeit und gelieferte Materialien müssen bezahlt werden“, erklärte er.

Betroffene Unternehmen und eingeladene Vertreter

In der Begründung des Antrags führt Caporezzo aus, dass örtliche Unternehmer und Lieferanten, die mutmaßlich Forderungen gegen das Bauunternehmen haben, in eine doppelte Krisenlage geraten seien. Sie hätten nicht nur kein Geld für geleistete Dienste und bereitgestellte Materialien erhalten, sondern zugleich Schulden bei ihren eigenen Lieferanten angehäuft.

Dem Parlamentarier zufolge berichten einige Unternehmen zudem von Forderungen, die sie als einschüchternd und unverhältnismäßig empfinden. Die geschilderten Situationen hätten bei den betroffenen Unternehmern Besorgnis ausgelöst.

Vertreter der betroffenen Unternehmen wandten sich an Caporezzos Büro, um institutionelle Unterstützung zu erhalten. Zur Anhörung wurden der Vertreter von Aena Brasil, Filipe Coutinho dos Reis, der Präsident von Matec Engenharia, Luiz Augusto Milano, Vertreter der Stadtverwaltung von Uberlândia, der Staatsanwaltschaft sowie von Interessenverbänden des Unternehmenssektors eingeladen.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen