Nie mehr stundenlang am Herd stehen: Multikocher wie der Cookeo von Moulinex sparen viel Arbeit – doch welches Modell ist wirklich empfehlenswert?
Die Cookeo-Serie ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Das Angebot reicht von unkomplizierten Einstiegsgeräten bis zu vollständig vernetzten Küchenhelfern mit Touchscreen und Heißluftfunktion. Wer einen Cookeo kaufen möchte, sollte deshalb prüfen, welche Funktionen im Alltag tatsächlich gebraucht werden und wann sich ein höherer Preis wirklich auszahlt.
Was den Cookeo von Moulinex besonders macht
Mit dem Cookeo hat Moulinex den klassischen Schnellkochtopf in die digitale Küche überführt. Der Multikocher übernimmt zahlreiche Aufgaben, die sonst Zeit und Aufmerksamkeit erfordern: Anbraten, Garen, Schmoren, Warmhalten sowie Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Die Idee: Zutaten vorbereiten, Programm wählen, Deckel schließen – den Rest erledigt der Cookeo fast allein.
Im Lauf der Jahre hat Moulinex die Reihe in unterschiedliche Richtungen erweitert. Es gibt einfache Geräte mit Display und Drehregler, Ausführungen mit großem Touchscreen und WLAN-Verbindung sowie Modelle mit eingebauter Heißluftfunktion, die eine klassische Heißluftfritteuse ersetzen können. Technisch bieten nahezu alle Geräte einen 6-Liter-Topf und etwa 1600 Watt Leistung – ausreichend für Familien mit bis zu sechs Personen.
Cookeo CE85BA10: unkomplizierter Einstieg für Familien
Der Cookeo CE85BA10 ist ein typisches Familiengerät ohne überflüssige Extras. Mit 6 Litern Fassungsvermögen, 1600 Watt sowie der klassischen Steuerung über Tasten und Drehrad steht er vor allem für eine einfache Bedienung.
Für wen sich dieses Modell eignet
- Haushalte, die vor allem Eintöpfe, Suppen, Reisgerichte und Schmorgerichte zubereiten
- Nutzer, die weder App noch WLAN oder Touchscreen benötigen
- Käufer mit begrenztem Budget, die dennoch viele Automatikprogramme wünschen
Beim CE85BA10 sind rund 200 Rezepte bereits vorinstalliert. Die Programme leiten verständlich durch die Zubereitung, sodass nicht fortlaufend etwas nachgelesen werden muss. Besonders groß ist der Komfortgewinn für alle, die bislang einen einfachen Reiskocher oder einen älteren Schnellkochtopf verwenden.
Wer einfach ein zuverlässiges Alltagsgerät sucht, fährt mit diesem Cookeo meist am günstigsten.
Seine Grenzen zeigt das Modell vor allem bei Technikfans: Eine App-Anbindung fehlt ebenso wie eine fortlaufend erweiterbare Rezeptsammlung oder ein großer Bildschirm. Für viele Küchen ist das jedoch vollkommen ausreichend.
Cookeo Touch WiFi CE902800: der Multikocher für Technikfreunde
Der Cookeo Touch WiFi CE902800 präsentiert sich wesentlich moderner. Anstelle eines kleinen Displays besitzt er auf der Vorderseite einen großen Farb-Touchscreen. Die Bedienung ähnelt damit eher einem Tablet als einem herkömmlichen Kochtopf.
Stärken des Touch-Modells
- großer Touchscreen mit klaren Bildern und Schritt-für-Schritt-Anzeige
- WLAN-Verbindung und Zugriff auf die Moulinex-App
- zusätzliche Rezepte können direkt auf das Gerät geladen werden
- einzelne Funktionen lassen sich teilweise per Smartphone fernsteuern
Für Hobbyköche, die gern neue Gerichte testen, ist die laufend wachsende Rezeptbibliothek ein klarer Vorteil. Im besten Fall zeigt der Cookeo sogar Bilder zu den jeweiligen Arbeitsschritten, damit auch unerfahrene Köche den Überblick behalten.
Der Cookeo Touch WiFi richtet sich an Nutzer, die ihr Handy ohnehin ständig in der Küche liegen haben – und Rezepte nicht aus Büchern, sondern aus der App holen.
Bei den Kochmethoden beherrscht dieses Modell grundsätzlich alles, was ein klassischer Cookeo kann: Druckgaren, Schmoren, Dampfgaren und Anbraten. Für eine Heißluftfunktion ist allerdings ein anderes Modell erforderlich.
Cookeo Infinity CE9721F0: Multikocher mit Heißluftfunktion
Beim Cookeo Infinity CE9721F0 setzt Moulinex einen anderen Schwerpunkt: Im Mittelpunkt steht die Heißluftfunktion. Das Gerät verbindet die üblichen Funktionen eines Multikochers mit einer integrierten Heißluftfritteuse.
Was die Infinity-Variante auszeichnet
- Heißluftfunktion für knusprige Pommes, Hähnchenteile oder Gemüse bei wenig Öl
- kann in vielen Küchen eine zusätzliche Heißluftfritteuse ersetzen
- modernes Design mit Farb-Touchscreen
- klassische Garmethoden wie Schmoren oder Garen ohne Druck
Dieser Ansatz ist besonders für ernährungsbewusste Nutzer interessant, die frittierte Speisen mögen, aber Fett sparen möchten. Statt zwei Geräte auf der Arbeitsfläche unterzubringen, lassen sich viele Aufgaben mit einem einzigen Topf erledigen.
Der Cookeo Infinity spricht alle an, die knusprige Ergebnisse wollen, ohne eine zusätzliche Heißluftfritteuse zu kaufen.
Ein oft übersehener Aspekt: Nach Herstellerangaben arbeitet diese Variante ohne klassische Druckfunktion. Wer besonders schnelles Garen unter Druck erwartet, sollte dies vor dem Kauf berücksichtigen und gegebenenfalls ein anderes Modell wählen.
Cookeo Wi-Fi 10‑in‑1 CE96G810: der Allrounder ohne Heißluft
Der Cookeo Wi-Fi 10‑in‑1 CE96G810 ist als technisches Flaggschiff ohne Heißluftfunktion konzipiert. Schon der Name weist darauf hin: Zehn verschiedene Kochfunktionen sollen möglichst viele Küchengeräte ersetzen.
Typische Einsatzbereiche
- schnelles Garen unter Druck für Eintöpfe, Nudeln und Reis
- Slow Cooking für Pulled Pork, Gulasch oder Chili
- Dampfgaren von Gemüse und Fisch
- Warmhalten und schonendes Erwärmen von Resten
Auch bei diesem Modell gehören 6 Liter Volumen und 1600 Watt zur Standardausstattung. Hinzu kommt eine umfangreiche App-Anbindung mit großer Rezeptsammlung und teilweise personalisierten Empfehlungen. Im täglichen Einsatz kann das Gerät Schnellkochtopf, Reiskocher und Slow Cooker ersetzen; bei Aufläufen oder One-Pot-Gerichten teilweise sogar den Backofen.
Wer möglichst viele klassische Kochaufgaben in einen Topf verlagern will, landet oft beim 10‑in‑1 – nur für Heißluft braucht man dann ein Extra-Gerät.
Gegenüber dem Infinity-Modell stellt sich damit eine zentrale Frage: Sollen knusprige Heißluftgerichte im selben Gerät gelingen, oder ist maximale Vielseitigkeit wichtiger als ein Schwerpunkt auf Frittier-Ergebnissen?
Welcher Cookeo für wen? Die wichtigsten Auswahlkriterien
Ob CE85BA10, Touch WiFi, Infinity oder 10‑in‑1 die richtige Wahl ist, richtet sich stark nach dem persönlichen Alltag. Diese Übersicht bietet eine erste Orientierung:
| Nutzertyp | Empfohlenes Modell | Hauptargument |
|---|---|---|
| Preisbewusste Familie | Cookeo CE85BA10 | einfach, zuverlässig, viele Basisrezepte |
| Technikfan und App-Nutzer | Cookeo Touch WiFi | großer Touchscreen, viele Online-Rezepte |
| Knusper-Fans mit wenig Platz | Cookeo Infinity | Heißluftfunktion ersetzt Extra-Fritteuse |
| Intensivnutzer mit vielen Kochstilen | Cookeo Wi‑Fi 10‑in‑1 | sehr breite Funktionspalette ohne Heißluft |
Darauf sollten Käufer besonders achten
- Art der Gerichte: Für Eintöpfe, Suppen und Dampfgaren genügt meist der CE85BA10.
- Lust auf knusprige Speisen: Wer Pommes, Nuggets und Ofengemüse liebt, ist mit dem Infinity besser beraten.
- App-Affinität: Wer gern mit dem Smartphone kocht, sollte Touch WiFi oder 10‑in‑1 wählen.
- Budget: Der Preisunterschied zwischen Einsteiger- und Spitzenmodell kann erheblich sein.
- Platz in der Küche: Alle Cookeo-Modelle haben ähnliche Abmessungen; beim Infinity können Zusatzgeräte wie eine separate Heißluftfritteuse wegfallen.
- Garantie: Wer den Multikocher oft verwendet, sollte auf eine ausreichend lange Herstellergarantie achten.
Häufige Fragen rund um die Cookeo-Modelle
Gibt es Unterschiede zwischen Cookeo Touch und Cookeo mit WiFi?
Die Begriffe führen häufig zu Verwirrung, denn viele aktuelle Touch-Modelle verfügen ohnehin über WLAN. Der Cookeo Touch WiFi CE902800 kombiniert beides: einen großen Touchscreen und eine drahtlose App-Verbindung. Gesteuert wird das Gerät hauptsächlich über den Bildschirm, während die App vor allem für die Rezeptsuche und gelegentliche Fernsteuerung gedacht ist.
Kann der Cookeo Infinity eine separate Heißluftfritteuse ersetzen?
In sehr vielen Fällen ist das möglich. Die integrierte Heißluftfunktion nutzt zirkulierende heiße Luft und erzielt ähnlich knusprige Resultate wie eine klassische Heißluftfritteuse. Pommes, Hähnchenschenkel oder Gemüsechips gelingen dabei mit deutlich weniger Öl. Wer täglich sehr große Mengen frittieren möchte, greift möglicherweise dennoch zu einem Spezialgerät; für normale Haushalte reicht der Infinity meist aus.
Sind die Cookeo-Rezepte zwischen den Modellen austauschbar?
Die meisten Standardrezepte, etwa für Schmorgerichte, Suppen oder Dampfgaren, können relativ einfach übertragen werden, da Temperaturen und Programme ähnlich arbeiten. Spezielle Rezepte für die Heißluftfunktion eignen sich hingegen nur für den Infinity. Interaktive Rezepte mit ausführlicher Schrittführung auf dem Display entfalten ihren Vorteil wiederum vor allem auf den Touch-Geräten.
Unterstützen alle Cookeo-Modelle das Garen unter Druck?
Nein. Klassische Varianten wie CE85BA10, Touch WiFi und 10‑in‑1 nutzen die Druckfunktion intensiv, um die Garzeiten spürbar zu verkürzen. Beim Infinity stehen Heißluft und knusprige Ergebnisse im Vordergrund, weshalb er eher ohne Druck arbeitet. Wer das Gerät hauptsächlich wegen der Schnellkochfunktion kaufen möchte, sollte dies vor der Bestellung prüfen.
Praktische Hinweise für den Alltag mit dem Multikocher
Unabhängig vom gewählten Modell lohnt es sich, einige Routinen anzupassen. Gemüse und Fleisch sollten möglichst gleichmäßig geschnitten werden, damit der Garvorgang im geschlossenen Topf gleichmäßig abläuft. Die Schüssel darf nicht über die Markierung hinaus befüllt werden, da das Gerät sonst den Druck nicht korrekt aufbauen kann oder die Heißluft nicht optimal zirkuliert.
Viele Nutzer unterschätzen zunächst die Zeit für das Vorheizen und den Druckabbau. Wer am Abend schnell kochen möchte, sollte daher besser zehn Minuten Reserve einplanen. Dafür verkürzen sich Garzeiten, die sonst eine Stunde beanspruchen würden, im Cookeo oft deutlich.
Warum sich ein genauer Blick vor dem Kauf lohnt
Multikocher wie der Cookeo können den Küchenalltag spürbar verändern. Besonders profitieren Menschen, die viel arbeiten, Kinder betreuen oder keine langen Kochsessions möchten. Entscheidend ist weniger die reine Leistung als die Frage: Ist Heißluft wirklich nötig? Wird eine App genutzt? Oder genügt ein robustes Grundmodell, das jeden Abend zuverlässig Nudeln, Reis und Eintopf zubereitet?
Wer die eigenen Gewohnheiten realistisch einschätzt und anschließend die Modellreihen von Moulinex vergleicht, findet in der Regel schnell den passenden Cookeo – und vermeidet hohe Ausgaben für Funktionen, die später ungenutzt bleiben.
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