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Waschmaschine mit Essig und Natron reinigen – einfach

Person gießt Flüssigkeit aus Messbecher in Waschmaschinentrommel in hellem Waschraum

Mit der Zeit sammelt sich in der Waschmaschine ein Mix aus Waschmittelresten, Weichspüler, Flusen und sogar Fett aus Textilien. Das kann zu unangenehmem Geruch führen und im schlimmsten Fall auch zu kleinen Flecken auf eigentlich sauberen Kleidungsstücken. Die gute Nachricht: Mit einer einfachen Mischung aus haushaltsüblichen Zutaten und dem passenden Programm lässt sich die Situation deutlich verbessern – ganz ohne irgendetwas auseinanderzubauen. So arbeitet das Gerät effizienter und hält länger.

Wie funktioniert die einfache Kombination zur Reinigung der Waschmaschine?

Am häufigsten bewährt sich für Trommel und Dichtungen eine Kombination aus weissem Branntweinessig und Natron. Der Essig löst Fett, hilft dabei, alte Waschmittelablagerungen zu zersetzen, und neutralisiert Gerüche. Natron wirkt dabei wie ein "mildes Scheuermittel" und löst festsitzenden Schmutz, ohne die Bauteile unnötig zu belasten.

Für die Trommel reicht bei Maschinen in Standardgrösse meist etwa 250–500 ml weisser Branntweinessig sowie 3 bis 5 Esslöffel Natron. Bei grossen Modellen kann die Menge etwas erhöht werden – allerdings ohne zu übertreiben, damit es nicht zu zu viel Schaum kommt. Wichtig ist, wirklich weissen Branntweinessig zu verwenden; gewürzte oder eingefärbte Essigsorten können Flecken verursachen oder einen starken Eigengeruch hinterlassen.

Wie reinigt man Trommel und Dichtungen der Waschmaschine Schritt für Schritt?

Bevor das Programm startet, lohnt sich eine kurze manuelle Vorarbeit: Erst die Gummidichtungen und das Waschmittelfach angehen und dort groben Schmutz entfernen. Bei Frontladern ist die Dichtung besonders entscheidend, weil sich in den Falten leicht Feuchtigkeit, Waschmittel und Schimmel sammeln.

Nach dieser Vorreinigung kannst du dich an einem einfachen, sicheren Ablauf orientieren, um den Innenraum wieder in einen deutlich besseren Zustand zu bringen:

  1. Die Maschine vom Strom trennen, bevor du innen manuell reinigst – so bleibt es sicher.
  2. Trommel kontrollieren und leeren: vergessene Wäschestücke sowie Kleinteile wie Münzen, Büroklammern, Papier oder angesammelte Flusen aus Ecken entfernen.
  3. Gummidichtungen säubern: Mit einem feuchten Tuch und etwas weissem Branntweinessig über die Dichtung wischen und die Falten vorsichtig auseinanderziehen, um in die Ritzen zu kommen. Bei stärkerem Belag oder Schimmelflecken etwas Natron auf ein Tuch oder eine weiche Bürste geben und sanft reiben.
  4. Waschmittelschublade hygienisch reinigen: Wenn möglich herausnehmen und mit warmem Wasser sowie einer Bürste auswaschen, damit der schmierig-verklebte Belag in den Ecken gelöst wird.
  5. Essig in die Trommel geben: Etwa 250–500 ml direkt in die leere Trommel giessen, damit er sich am Boden verteilt.
  6. Natron hinzufügen: 3 bis 5 Esslöffel in der Trommel an mehreren Stellen verteilen, damit es sich beim Start des Programms gut mit dem Wasser vermischt.
  7. Maschine schliessen und anschliessend das passende Programm wählen, damit die Innenreinigung wirklich Wirkung zeigt.

Welches Programm verstärkt die Innenreinigung der Maschine?

Damit Essig und Natron ihre Wirkung bestmöglich entfalten, ist ein langes Programm mit heissem Wasser ideal – sofern das Gerät diese Option bietet. Wärme unterstützt dabei, Fett, alte Waschmittelreste und festere Ablagerungen zu lösen, und erreicht zudem Trommel und Wasserwege besser.

Viele neuere Waschmaschinen haben bereits ein spezielles Programm wie „Trommelreinigung“ oder „Bottichreinigung“. In diesem Fall kein Waschmittel und keinen Weichspüler hinzufügen, sondern nur die genannte Mischung verwenden. Nach Programmende die Tür bzw. den Deckel offen lassen, damit der Innenraum gut auslüftet und vollständig trocknet.

Wie oft sollte man die Waschmaschine innen reinigen?

Wie häufig eine solche Reinigung sinnvoll ist, hängt von der Nutzung ab: Läuft die Maschine ein paar Mal pro Woche, genügt meist eine monatliche Innenreinigung. Bei intensiver Nutzung – etwa in grossen Haushalten oder kleinen Waschküchen – kann es sinnvoll sein, den Abstand auf alle 15 Tage zu verkürzen.

Mit ein paar einfachen Gewohnheiten im Alltag bleibt die Trommel länger geruchsfrei und Schimmel wird weniger wahrscheinlich – das verlängert auch den Effekt der Innenreinigung:

  • Nach dem Waschen Tür oder Deckel einen Spalt offen lassen, damit der Innenraum trocknen und lüften kann.
  • Wäsche direkt nach Programmende herausnehmen, statt sie feucht in der Maschine liegen zu lassen.
  • Die Dichtungen mit einem sauberen Tuch abtrocknen, besonders an kalten oder feuchten Tagen.
  • Waschmittel und Weichspüler nicht überdosieren, damit sich innen weniger harte Ablagerungen bilden.

Wenn du Anzeichen wie schlechten Geruch, Flecken an den Dichtungen, ungewöhnlich viel Schaum oder kleine Schmutzpunkte auf der Wäsche bemerkst, lässt sich die Reinigungsroutine gezielt anpassen. Das sorgt für effizienteres Waschen, reduziert aufwendige Wartung und verlängert die Lebensdauer des Geräts.

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