Badetücher, die Wasser kaum noch aufnehmen, sind meist durch Rückstände in den Fasern beeinträchtigt. Mit der Zeit bilden überschüssiger Weichspüler, Waschmittel und sogar Mineralien aus dem Wasser eine Schicht, die die Funktion des Gewebes einschränkt. Mit einer einfachen, günstigen Hausmethode lässt sich jedoch ein grosser Teil der Saugfähigkeit wiederherstellen.
Warum verlieren Handtücher ihre Saugfähigkeit?
Die Ursache entsteht häufig bereits beim Waschen. Wird Weichspüler regelmässig verwendet, legt er sich wie ein Film um die Fasern. Zwar fühlen sich die Tücher dadurch zunächst weich an, gleichzeitig wird es dem Wasser jedoch erschwert, in den Stoff einzudringen.
Kommt zusätzlich zu viel Pulver- oder Flüssigwaschmittel zum Einsatz, wird ein Teil davon nicht vollständig ausgespült und setzt sich im Gewebe fest. In Gebieten mit besonders hartem Wasser lagern sich ausserdem Mineralsalze wie Kalzium und Magnesium ab. Das Handtuch wird dadurch schwerer, trocknet langsamer und wirkt, als wäre es nie richtig ausgespült worden.
Sehen Sie sich ein Video auf dem YouTube-Kanal „Hausgemacht“ an. Darin wird erklärt, wie sich die Fasern rauer Badetücher entfetten lassen, damit sie wieder gut trocknen und weich werden:
https://www.youtube.com/watch?v=W-L57kQ8I-M
Wie helfen 2 Esslöffel in heissem Wasser dabei, Handtücher wieder aufzufrischen?
Um die Rückstandsschicht zu lösen, kann weisser Branntweinessig mit heissem Wasser kombiniert werden. Die Mischung unterstützt dabei, Waschmittel, Weichspüler und in den Fasern festsitzende Mineralien aufzulösen. So entsteht im Gewebe wieder mehr Raum, um Wasser aufzunehmen.
Für eine unkomplizierte Hauslösung werden etwa 2 Esslöffel weisser Essig auf jede mittelgrosse Schüssel mit gut erwärmtem, aber nicht kochendem Wasser gegeben. Bei einer grösseren Menge an Handtüchern kann die Dosierung angepasst werden, sofern das Verhältnis von Wasser und Essig gleich bleibt.
- Weisser Essig: Hilft, Fettanteile aus Weichspülern und Waschmittelrückstände aufzuspalten.
- Heisses Wasser: Verstärkt die Wirkung des Essigs, indem es die in den Fasern abgelagerten Verschmutzungen aufweicht.
- Einweichzeit: Gibt der Lösung Zeit, auch tiefere Schichten des Stoffes zu erreichen.
Welche Schritte sind für die Anwendung der Lösung auf Handtüchern nötig?
Die Methode verbindet das Einweichen in heissem Essigwasser mit einem anschliessenden Waschgang und gründlichem Spülen. Nach dem vollständigen Trocknen sind die Fasern weniger verklebt und können Wasser besser aufnehmen.
- Handtücher sortieren: Legen Sie ausschliesslich wenig saugfähige Bade- oder Handtücher bereit und waschen Sie sie nicht zusammen mit anderen Textilien.
- Wasser erwärmen: Füllen Sie eine Schüssel, einen Eimer oder ein Waschbecken mit ausreichend heissem Wasser, sodass alle Handtücher bedeckt werden können.
- Zutat zugeben: Geben Sie pro mittelgrossem Wasserbehälter 2 Esslöffel weissen Essig hinzu und rühren Sie die Mischung sorgfältig um.
- Handtücher einweichen: Tauchen Sie die Textilien vollständig in die Lösung ein.
- Einwirken lassen: Lassen Sie die Handtücher etwa 30 bis 60 Minuten einweichen und bewegen Sie sie zwischendurch gelegentlich.
- Gründlich ausspülen: Lassen Sie das Wasser ab und spülen Sie die Handtücher unter fliessendem Wasser, bis der Essiggeruch nur noch sehr schwach wahrnehmbar ist.
- Noch einmal in der Maschine waschen: Waschen Sie die Handtücher normal mit wenig Waschmittel und ohne Weichspüler. Wählen Sie dabei ein Programm mit gutem Spülgang.
Bei Waschmaschinen mit einem Fach für Weichspüler kann für diesen einen Waschgang etwas Essig anstelle des üblichen Produkts eingefüllt werden. Dieser Kniff verbessert häufig das Ausspülen und verringert zusätzlich das Gefühl von am Stoff haftendem Waschmittel.
Wie bleiben Handtücher länger weich und saugfähig?
Bei gewöhnlicher Nutzung im Haushalt kann die Behandlung mit heissem Wasser und Essig alle 1 oder 2 Monate wiederholt werden. Entscheidend sind dabei die Wasserhärte vor Ort und die Häufigkeit, mit der die Handtücher verwendet werden. Die Anwendung ist nicht bei jedem Waschgang erforderlich, sondern dient lediglich der regelmässigen Pflege.
Verwenden Sie zwischen den Behandlungen nur wenig Waschmittel und halten Sie sich dabei an die Herstellerdosierung. Verzichten Sie auf herkömmlichen Weichspüler, hängen Sie die Handtücher ausgebreitet an einem luftigen Ort auf und vermeiden Sie übermässig hohe Trocknungstemperaturen. Mit diesen einfachen Massnahmen bleiben die Fasern stärker von Rückständen befreit, die Lebensdauer der Textilien verlängert sich und das Gefühl eines „neuen Handtuchs, das aber nicht trocknet“ wird vermieden.
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