Silberne, goldene und schwarze Schrauben haben ihre Farbgebung nicht allein aus optischen Gründen. Der Farbton ergibt sich häufig aus dem Werkstoff oder einer Oberflächenbehandlung und beeinflusst Korrosion, Aussehen sowie den empfohlenen Einsatzbereich. Er ersetzt jedoch niemals die Prüfung der Herstellerspezifikationen.
Was sagen die Farben von Schrauben tatsächlich aus?
Die Farbe kann auf Verzinkung, Passivierung, Oxidation oder die Metallzusammensetzung hinweisen, ist aber kein einheitlicher Code. Zwei äußerlich identische Schrauben können im selben Arbeitsumfeld völlig unterschiedliche Werte bei Festigkeit, mechanischer Klasse und Feuchtigkeitsschutz aufweisen.
Eine Entscheidung allein nach dem Erscheinungsbild kann daher zu vorzeitigem Rost, Verfärbungen am befestigten Bauteil oder Montagefehlern führen. Vor dem Kauf müssen Werkstoff, Beschichtung, Einsatzumgebung, Tragfähigkeit und die Kompatibilität mit der Konstruktion geprüft werden.
Die Farben stehen häufig mit folgenden Merkmalen in Verbindung:
- Silber: kann auf eine helle Verzinkung, Verzinkung oder Edelstahl hinweisen.
- Gold: kann durch Messing oder eine gelbe Verzinkung entstehen.
- Schwarz: kann auf Schwarzoxid, Phosphatierung oder Lackierung hindeuten.
- Umgebung: Feuchtigkeit und salzhaltige Meeresluft erfordern einen speziellen Schutz.
- Datenblatt: Die technische Spezifikation ist aussagekräftiger als der Farbton.
Was bedeutet eine silberne Schraube?
Silberne Schrauben bestehen meist aus Stahl mit heller Verzinkung, verzinktem Stahl oder Edelstahl. Wie ein Beitrag zur Bedeutung der Schraubenfarben erläutert, bietet jede Oberflächenbehandlung ein anderes Niveau an Schutz und Haltbarkeit.
Eine helle Verzinkung bietet in Innenräumen und wenig aggressiven Umgebungen einen moderaten Schutz. Edelstahl hält Feuchtigkeit dagegen in der Regel besser stand. Der silberne Farbton allein bestätigt den Werkstoff jedoch nicht, weshalb die Angaben auf der Verpackung unbedingt kontrolliert werden müssen.
Warum sind manche Schrauben goldfarben?
Goldfarbene Schrauben können aus Messing gefertigt sein, viele Stahlmodelle erhalten ihre Farbe jedoch durch gelbe Verzinkung oder eine andere Oberflächenpassivierung. Der Farbton sorgt für eine dekorative Optik und kann den Schutz erhöhen, wobei die Leistung von der Schicht, ihrer Stärke und der Umgebung abhängt.
Goldfarben bedeutet nicht zwangsläufig Messing
Auch Stahl kann gelb beschichtet werden
Gelbe Verzinkung und weitere Oberflächenbehandlungen können ein goldfarbenes Erscheinungsbild erzeugen.
Prüfen Sie stets den Grundwerkstoff und den vom Hersteller angegebenen Verwendungszweck.
Bei Möbeln und sichtbaren Arbeiten kann Gold gut zu Beschlägen und dekorativen Details passen. Bei technischen Anwendungen darf dagegen nicht angenommen werden, dass es sich um Messing handelt: Die Beschreibung muss den Grundwerkstoff, die Art der Beschichtung und deren Festigkeit nennen.
Vor der Auswahl einer goldfarbenen Schraube sollte Folgendes geprüft werden:
- ob die Schraube aus Messing besteht oder lediglich aus beschichtetem Stahl;
- welche Oberflächenbehandlung den Farbton erzeugt hat;
- ob das Bauteil für feuchte Umgebungen geeignet ist;
- welcher Werkstoff durchbohrt oder verbunden wird;
- ob die dekorative Oberfläche sichtbar bleibt.
Bietet eine schwarze Schraube höhere Festigkeit?
Die schwarze Farbe kann durch Schwarzoxid, Phosphatierung, schwarze Verzinkung, Lackierung oder spezielle Beschichtungen entstehen. Diese Behandlungen verringern Spiegelungen und verbessern die Optik, bieten jedoch unterschiedlich starken Schutz – besonders im Außenbereich oder bei Kontakt mit Wasser.
Herkömmliches Schwarzoxid bietet nur einen begrenzten Korrosionsschutz und benötigt häufig zusätzlich Öl oder eine Versiegelung. Schwarze Schrauben für Holz, Trockenbau oder Konstruktionen können zudem unterschiedliche Zusammensetzungen haben. Deshalb muss der angegebene Einsatzbereich wichtiger sein als die Farbe.
Bei der Beurteilung einer schwarzen Schraube sind diese Punkte zu berücksichtigen:
- die genaue Art der aufgebrachten Oberflächenbehandlung;
- die Eignung für Holz, Metall, Trockenbau oder Mauerwerk;
- eine mögliche Belastung durch Regen oder Kondenswasser;
- der Bedarf an Lackierung oder einer unauffälligen Oberfläche;
- die für die Montage erforderliche mechanische Klasse.
Wie wählt man die richtige Schraube für jede Arbeit aus?
Die richtige Wahl richtet sich zunächst nach den zu verbindenden Werkstoffen, der erwarteten Belastung und dem Kontakt mit Regen, salzhaltiger Meeresluft oder Chemikalien. Anschließend sollten Durchmesser, Länge, Gewinde, Kopf, Festigkeitsklasse, Korrosionsschutz und die Verträglichkeit der Metalle miteinander verglichen werden.
Für Außenbereiche sollten ausdrücklich dafür freigegebene Teile verwendet werden, etwa bestimmte Edelstähle oder geeignete Korrosionsschutzbeschichtungen. Bei tragenden, elektrischen oder kritischen Montagen sind die Planung und die geltenden Normen zu befolgen, denn der Farbton ist lediglich ein Hinweis, niemals eine Garantie.
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