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Honig richtig lagern: So bleibt er lange haltbar

Verschiedene Gläser mit goldfarbenem Honig auf einer Küchenarbeitsplatte bei Sonnenlicht.

Honig sollte in einem dicht verschlossenen Behälter bei Raumtemperatur aufbewahrt und vor Licht, Wärme sowie Feuchtigkeit geschützt werden. Ein kühler Schrank mit Abstand zum Herd ist dafür geeignet. Stickige Bereiche, Dampf oder Wärme während des Kochens begünstigen dagegen Veränderungen von Aroma, Farbe und Konsistenz.

Warum sollte Honig nicht neben dem Herd stehen?

Wiederholte Hitze kann die natürlichen Bestandteile des Lebensmittels verändern und seine Qualität während der Lagerung beeinträchtigen. Bei Honig mit einem über dem optimalen Wert liegenden Feuchtigkeitsgehalt erhöhen hohe Temperaturen zudem das Risiko einer Gärung. Das Glas sollte daher weder in der Nähe des Backofens, der Heißluftfritteuse noch an einem sonnigen Fenster stehen.

Der ausgewählte Aufbewahrungsort sollte möglichst gleichbleibende Bedingungen bieten:

  • Raumtemperatur ohne dauerhafte Wärmezufuhr;
  • kein direktes Sonnenlicht;
  • ausreichend Abstand zu Spüle, Wasserkocher und aufsteigendem Topfdampf;
  • ein sauberes, vor Insekten geschütztes Regal;
  • möglichst geringe Temperaturschwankungen im Tagesverlauf.

Welcher Behälter eignet sich am besten für die Lagerung von Honig?

Am besten wird Honig in einem luftdicht verschlossenen Behälter aus Glas oder einem lebensmittelechten Material gelagert, der sauber und vollständig trocken ist. Der Deckel muss Feuchtigkeit und Gerüche zuverlässig fernhalten, denn der Kontakt mit Wasser kann eine Gärung fördern und die Haltbarkeit beeinträchtigen.

  • Den Deckel direkt nach jeder Entnahme wieder fest verschließen;
  • ausschließlich einen sauberen, trockenen Löffel verwenden;
  • bereits servierten Honig nicht zurück in das Glas geben;
  • keine Behälter mit Rissen oder locker sitzendem Verschluss nutzen;
  • Honig in der Originalverpackung lassen, sofern diese unbeschädigt ist.

Warum muss Honig nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden?

Kälte ist für die Haltbarkeit von Honig nicht erforderlich und kann seine Kristallisation beschleunigen. Während manche Lebensmittel bestimmte Bereiche im Kühlschrank benötigen, profitieren andere nicht von einer gekühlten Lagerung. Bei Honig führt eine niedrige Temperatur zu einer festeren Konsistenz und begünstigt die Bildung von Kristallen.

Wie schnell Honig kristallisiert, hängt vom Verhältnis von Glukose, Fruktose und Wasser ab, aber auch von der Blütenherkunft und der Temperatur. Eine dauerhafte Lagerung bei Kälte beschleunigt diesen Vorgang, bedeutet jedoch nicht, dass der Honig verdorben ist.

Was tun, wenn Honig kristallisiert ist?

Die Kristallisation von Honig ist ein natürlicher Prozess und erhält Geschmack, Zusammensetzung sowie die Nährwerte des flüssigen Produkts. Soll der Honig wieder eine flüssigere Konsistenz bekommen, wird der fest verschlossene Behälter in ein warmes Wasserbad mit einer Temperatur von etwa 40 °C gestellt. Sobald sich die Kristalle aufzulösen beginnen, kann der Honig langsam umgerührt werden.

Wie lässt sich Honig mehrere Jahre lagern?

Der hohe Zuckergehalt und der geringe Wasseranteil erschweren das Wachstum vieler Mikroorganismen. Reiner Honig kann deshalb bei richtiger Aufbewahrung über Jahre hinweg geeignet bleiben. Wärme, Feuchtigkeit oder verunreinigte Utensilien können jedoch Gärung, Geruchsveränderungen oder Schaumbildung verursachen.

Für eine möglichst lange Haltbarkeit sollte das Glas verschlossen in einer kühlen, dunklen und trockenen Speisekammer oder auf einem entsprechenden Regal stehen – weit entfernt vom Herd. Die Konsistenz kann sich mit der Zeit auf natürliche Weise verändern. Ein gäriger Geruch, Gasbildung, Schaum oder ein veränderter Geschmack sind dagegen Anzeichen dafür, dass das Produkt nicht mehr verzehrt werden sollte.

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