Zum Inhalt springen

Badematten: Feuchtigkeit, Schimmel und Alternativen aus Bambus und Diatomit

Füße auf Holzbadmatte neben schmutzigem Teppich in heller moderner Badezimmerumgebung mit Fenstereinstrahlung

In deutschen Badezimmern kann Feuchtigkeit einen alltäglichen Gegenstand mitunter zu einem günstigen Nährboden für Mikroben und Schimmel machen.

Der am 22. Mai 2025 veröffentlichte Auszug, dessen ursprüngliches Medium nicht genannt wird, weist auf die Pflege von Badematten hin. Zudem stellt er feste Alternativen vor, die schneller trocknen und die tägliche Reinigung erleichtern sollen.

Eine beim Putzen häufig übersehene Badematte

Nach dem Duschen erfüllt die Badematte eine einfache Aufgabe: Sie nimmt Wasser unter den Füßen auf und senkt auf einem Fliesenboden die Rutschgefahr. Deshalb gehört sie in vielen Haushalten zur Ausstattung. Ihre Reinigung gerät jedoch leicht in Vergessenheit.

Eine Textilmatte nimmt Wasser, Seifenreste, Hautschüppchen und Partikel von den Füßen auf. In einem warmen, schlecht belüfteten Bad bleiben die Bedingungen für anhaltende Feuchtigkeit besonders günstig. Bleibt die Matte über mehrere Stunden nass, kann sie unangenehm riechen und Schimmelspuren entwickeln.

„Das Problem liegt nicht allein im Aussehen der Matte: Entscheidend ist vor allem die Feuchtigkeit, die zwischen zwei Nutzungen in ihren Fasern verbleibt.“

Die Quelle nennt unter anderem Bakterien wie Escherichia coli und Staphylococcus aureus sowie den Pilz Candida albicans. Mikroorganismen in einer feuchten Umgebung bedeuten nicht automatisch, dass jemand erkrankt. Sie unterstreichen aber, wie wichtig regelmäßiges Reinigen ist – besonders wenn mehrere Personen dasselbe Bad nutzen.

Dicke Matten aus Frottee oder sehr saugfähigem Stoff benötigen unter Umständen mehr Zeit zum Trocknen. Mikrofasermodelle trocknen oft schneller, müssen aber dennoch gewaschen werden. Fühlt sich eine Matte selbst nach mehreren Stunden noch feucht an, sollte ihr besondere Aufmerksamkeit gelten.

So lässt sich Feuchtigkeit begrenzen

Nach dem Duschen sollte die nasse Badematte nicht flach auf dem Boden liegen bleiben. Auf einem Wäscheständer, Handtuchhalter oder einer geeigneten Halterung aufgehängt, kann die Luft die Fasern besser umströmen. Das ist besonders in fensterlosen Räumen sinnvoll.

Die Quelle rät zu einer wöchentlichen Wäsche bei mindestens 60 °C, sofern das Herstelleretikett dies zulässt. Vor jedem Waschgang sollten daher die Pflegehinweise des jeweiligen Modells geprüft werden. Einige rutschhemmende Beschichtungen, Fasern und dekorative Matten vertragen hohe Temperaturen schlecht.

  • Die Matte nach jeder Nutzung ausbreiten, statt sie zusammengeknüllt liegen zu lassen.
  • Den Raum nach dem Duschen oder Baden lüften.
  • Die Waschhinweise auf dem Etikett beachten.
  • Zwei Matten bereithalten, damit eine genutzt werden kann, während die andere trocknet oder in der Waschmaschine ist.
  • Ein Modell ersetzen, dessen Unterseite beschädigt ist, das dauerhaft riecht oder Schimmelstellen aufweist.

Auch die Bodenreinigung spielt eine Rolle. Liegt eine saubere Matte auf noch nassen Fliesen, nimmt sie schnell wieder Feuchtigkeit auf. Nach dem Putzen sollte der Boden vollständig trocknen, bevor die Matte zurückgelegt wird.

Bambus als anders trocknende Option

Als Alternative hebt die Quelle eine Badematte aus Bambus hervor. Dabei handelt es sich nicht um eine weiche Matte im herkömmlichen Sinn, sondern um einen Lattenrost. Wasser sammelt sich nicht in Fasern, sondern läuft zwischen den Leisten hindurch oder verdunstet an der Oberfläche.

Diese Art von Unterlage wird meist mit einem leicht feuchten Tuch gereinigt. Pflege bleibt dennoch erforderlich, da sich Seifenreste, Kalk oder Staub zwischen den einzelnen Elementen absetzen können. Sie sollte außerdem nicht dauerhaft in einer Wasserpfütze stehen, weil das Material dadurch mit der Zeit Schaden nehmen kann.

„Für Menschen, die das Trocknen einer Stoffmatte vermeiden möchten, verändert ein Bambus-Lattenrost vor allem den Umgang mit Wasser nach dem Duschen.“

Das Gefühl unter den Füßen unterscheidet sich deutlich von dem einer Textilmatte. Bambus bietet eine feste und weniger weiche Oberfläche. Wer eine schnelle Pflege sucht, könnte damit zurechtkommen; dem Komfortbedürfnis aller Haushalte entspricht diese Lösung jedoch nicht unbedingt. Vor dem Kauf sollten zudem die Standfestigkeit des Modells und geeignete Füße für den jeweiligen Bodenbelag kontrolliert werden.

Diatomit als weitere genannte Lösung

Die Quelle erwähnt außerdem Matten aus Diatomit. Diatomit ist ein Sedimentgestein, das aus abgelagerten fossilen Mikroalgen entstanden ist. Als Platte dient es dazu, Wasser nach dem Duschen aufzunehmen und zügig zu trocknen.

Auch diese Variante erfordert einige Vorsichtsmaßnahmen. Seifenrückstände oder Kosmetikprodukte können eine Platte verfärben. Zwischen den Reinigungen muss sie trocken bleiben und vorsichtig behandelt werden, denn ihre harte Oberfläche kann bei einem Stoß Risse bekommen oder abplatzen. Wie rutschfest sie ist, hängt ebenfalls vom Modell, seinem Zustand und dem Untergrund ab, auf dem sie liegt.

Was in Deutschland gilt

In Deutschland schreibt keine spezielle Vorschrift vor, wie oft private Badematten gewaschen werden müssen. Allgemeine Regeln der Haushaltshygiene beruhen auf einem sauberen Badezimmer, ausreichendem Lüften und dem Trocknen von Textilien, die in feuchten Räumen verwendet werden.

Menschen mit Atemwegsallergien sollten Schimmel und Feuchtigkeit in Innenräumen besonders aufmerksam im Blick behalten. Tägliches Lüften, die Wartung der Belüftung und die Reparatur eines Lecks sind konkrete Maßnahmen, um dauerhafte Feuchtigkeit in der Wohnung zu verringern. Treten an Wänden starke oder wiederkehrende Schimmelprobleme auf, geht es um mehr als die Wahl einer Badematte: Dies kann auf ein Lüftungsproblem oder eindringende Feuchtigkeit hindeuten.

Die Entscheidung zwischen Textil, Bambus und Diatomit richtet sich daher nach der Nutzung des Raums. Eine waschbare Matte bleibt für ein Familienbad praktisch, wenn sie häufig getrocknet und gereinigt wird. In einem kleinen Bad kann eine feste Unterlage den Alltag vereinfachen, vor allem wenn Stoffe nur schwer trocknen.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen