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Fabrinque in Santo André verwandelt Abfall in Spielplätze und spart jährlich R$ 553.580,00

Kinderspielplatz mit raketenförmiger Rutsche und Mann, der Baupläne in städtischem Park betrachtet.

Fabrinque in Santo André: Aus Restmaterialien wird Stadtmobiliar

Ein Industriesilo, das früher zur Lagerung von Getreide diente, ist heute das Raumschiff, in dem Kinder in Santo André im Grossraum ABC des Bundesstaats São Paulo Astronauten spielen. Aus Auslegern alter Strassenlaternen entstehen Wippen, und Bäume, die nach dem Rückschnitt gefällt werden mussten, werden zu Sitzbänken für öffentliche Plätze. Verantwortlich für diese Umnutzung ist Fabrinque, eine kommunale Werkstatt, die seit 1990 zur Abteilung für Wartung und städtische Dienstleistungen gehört. Sie spart dem städtischen Haushalt schätzungsweise R$ 553.580,00 pro Jahr, weil Stadtmobiliar und Spielplatzausstattung nicht neu auf dem Markt gekauft werden müssen.

Die Fabrinque befindet sich im Stadtteil Vila Guiomar und beschäftigt 28 Mitarbeitende, darunter Möbeltischler, Zimmerleute und Schweisser. Sie wurden dafür ausgewählt, Materialien ein zweites Leben zu geben, die andernfalls auf der Deponie landen würden. Laut der von der Stadtverwaltung bereitgestellten Übersicht zur durchschnittlichen Jahresproduktion fertigt die Werkstatt unter anderem 96 Eisenbänke mit Holzauflagen, 25 vollständige Spielgeräte-Sets aus Schaukel, Wippe, Karussell und Rutsche, 60 Meter Handläufe für Fussgängerbrücken sowie 300 Meter Drahtzaun aus wiederverwendetem Material. Diese Elemente sind inzwischen auf Plätzen, in Parks, entlang von Laufstrecken und an Freiluft-Fitnessanlagen in der gesamten Stadt im Einsatz.

Vom Industriesilo zur Rakete im Parque Guaraciaba

Das prägnanteste Projekt gehört allerdings nicht zur Serienfertigung. Im Jahr 2022 baute das Team einen alten Industriesilo zu einer Spielrakete um, die heute den Spielplatz im Parque Guaraciaba bereichert. Beim Kauf eines vergleichbaren fertigen Produkts wären dafür R$ 150.000 fällig geworden. Bereits zuvor hatte die Werkstatt den Schriftzug „Santo André“ in zwei Ausführungen geschaffen: eine wurde 2018 am Verwaltungszentrum aufgestellt, die andere 2021 im Estádio Bruno José Daniel. Auch der schwimmende Weihnachtsbaum im Parque Celso Daniel stammt aus der Werkstatt; beide Projekte wurden jeweils mit R$ 80.000 bewertet.

„Die Spielgeräte auf Plätzen und in Parks, die Bänke und ein Teil unseres Stadtmobiliars bestehen aus wiederverwendeten Materialien. Holz aus dem Rückschnitt von Bäumen, Metall von abgebauten Masten – kurz gesagt: Materialien, die als Bauschutt auf einer Deponie enden könnten, werden hier umgestaltet. Das ist ein Grund zum Stolz für die Stadt“, sagt der Bürgermeister von Santo André, Gilvan Ferreira (Cidadania).

Geschlossener Kreislauf für öffentliche Anlagen

Die eigene Fertigung deckt nahezu den gesamten Bedarf der Kommune ab. Beschädigte Geräte auf einem Platz werden durch neu in der Werkstatt hergestellte Teile ersetzt. Die ausgebauten Elemente gehen anschliessend zur Instandsetzung zurück und werden an einem anderen öffentlichen Ort erneut eingesetzt. So entsteht ein Kreislauf, in dem „nichts im Müll landet“.

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