Ein knarrender Laminatboden weist meist darauf hin, dass sich die Dielen bewegen oder an einer Stelle unter Druck stehen. Da dieser Bodenbelag schwimmend verlegt wird und nicht vollflächig verklebt ist, können Unebenheiten im Untergrund, fehlender Randabstand und Veränderungen der Luftfeuchtigkeit bei jedem Schritt Knackgeräusche verursachen.
Warum beginnt Laminatboden zu knarren?
Eine der häufigsten Ursachen ist ein unebener Untergrund. Befinden sich unter den Dielen kleine Vertiefungen oder Erhöhungen, biegt sich der Belag unter dem Gewicht gehender Personen leicht durch. Dadurch steigt die Reibung an den Verbindungen, was die Geräusche auslöst.
Vor jeder Reparatur sollte geprüft werden, an welchen Stellen das Knarren auftritt und ob weitere Anzeichen vorhanden sind:
- Dielen, die bei Druck leicht nachgeben;
- Knackgeräusche, die sich nahe Wänden oder Türen häufen;
- ein angehobener, welliger Boden oder offene Fugen;
- Geräusche, die in besonders feuchten oder trockenen Zeiten stärker werden;
- beschädigte Klickverbindungen oder sichtbar abgenutzte Kanten.
Beeinflusst der Abstand zur Wand die Geräuschentwicklung?
Laminat dehnt sich je nach Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit aus und zieht sich wieder zusammen. Deshalb muss bei der Verlegung rund um Wände, Türzargen und andere feste Bauteile eine Dehnungsfuge von einigen Millimetern bleiben. Liegt der Boden an den Rändern zu eng an, bauen die Dielen Spannung auf und können beim Betreten knarren.
Wie lässt sich das Knarren beheben, ohne den gesamten Belag zu entfernen?
Welche Maßnahme sinnvoll ist, richtet sich nach der Ursache. Ist der Boden an einer bestimmten Stelle eingeklemmt, kann das Entfernen der Sockelleiste und das Nacharbeiten der Kante den nötigen Bewegungsspielraum wiederherstellen. Geringe Unebenheiten lassen sich mit einer geeigneten Unterlage mindern, bei größeren Mängeln im Untergrund ist jedoch meist eine teilweise Demontage erforderlich.
Die folgenden Kontrollen erleichtern die Auswahl der passenden Reparatur:
- Entfernen Sie die Sockelleiste nur, um zu prüfen, ob die Bodenkante an der Wand anliegt;
- halten Sie die Luftfeuchtigkeit im Raum möglichst zwischen 40 % und 60 %;
- tauschen Sie Dielen mit gebrochenen Klickverbindungen aus, sofern passende Elemente verfügbar sind;
- wenden Sie sich an einen Bodenleger, wenn der Belag Wellen zeigt oder sich übermäßig bewegt;
- vermeiden Sie Schrauben, Nägel oder Flüssigkeiten, solange der Aufbau darunter nicht bekannt ist.
Beseitigt Talkum Geräusche zwischen den Dielen?
Talkum kann in kleine Spalten gegeben werden, um die Reibung zwischen einzelnen Elementen vorübergehend zu verringern. Einen unebenen Untergrund, fehlende Dehnungsfugen oder beschädigte Klickverbindungen behebt es jedoch nicht. Zudem wird das Pulver durch Nutzung und Reinigung häufig aus den Fugen entfernt, sodass das Geräusch erneut auftritt.
Wann sollte der Laminatboden besser nicht demontiert werden?
Ist der Belag stabil, weist keine angehobenen Bereiche auf und knackt nur an wenigen Stellen leicht, kann eine Demontage mehr Schaden verursachen als das Geräusch selbst. Ältere oder verklebte Dielen können beim Ausbau brechen, und passende Ersatzteile für beschädigte Elemente sind nicht immer erhältlich.
Die Reparatur von Laminatboden sollte mit der Ermittlung der Ursache beginnen und nicht mit improvisierten Lösungen. Das Anpassen der Dehnungsfuge, die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit und die Korrektur des Untergrunds beseitigen den Ursprung des Knarrens, während Pulver und Gleitmittel die Reibung nur für begrenzte Zeit verdecken.
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